Die interkristalline Korrosion bezeichnet den überwiegenden korrosiven Angriff an den Korngrenzen des mikrostrukturellen Gefüges von Edelstählen. Sie entsteht vor allem an und in der Umgebung von Korngrenzen, welche durch Wärmebehandlungen bei 500°C 900°C an Chrom verarmt sind. Dabei diffundiert der im Edelstahl gelöste Kohlenstoff besonders schnell an den Korngrenzen. Er verbindet sich mit dem reaktiven Chrom und scheidet als Chromkarbid aus. Das freie Chrom verarmt in diesen Bereichen (Chromverarmung) und steht zur Bildung einer korrosiven Schutzschicht nicht mehr zur Verfügung. Somit kann an diesen Stellen der korrosive Angriff bevorzugt voranschreiten. Um dieses Phänomen zu unterbinden, muss die Bildung von Chromkarbiden verhindert werden.
- Dieses kann bei austenitischen Edelstählen durch eine Wärmebehandlung bei Temperaturen über 1.000°C mit einer anschleißenden schnellen Wasserabkühlung, welche auch als Wasserabschreckung bezeichnet wird, erfolgen.
- Bei ferritischen Edelstählen ist wegen der höheren Diffusionsrate dieser Vorgang schon bei Temperaturen über 800°C möglich.
Allgemein kann diese Empfindlichkeit gegenüber der interkristallinen Korrosion durch eine Reduzierung des Kohlenstoffgehalts in der chemischen Zusammensetzung des Edelstahls herabgesetzt werden. Dieser Typ von Edelstählen wird mit einem L (Low Carbon) markiert.
Alternativ können aber auch reaktive Elemente (Titan, Niob) zugefügt werden, welche durch ihre große Affinität zum Kohlenstoff diesen an sich binden und so eine weitere Reaktion mit dem Chrom unterbinden. Einige Beispiele sind die Güten DMV 321; DMV 316Ti oder DMV 347.
- Dieses kann bei austenitischen Edelstählen durch eine Wärmebehandlung bei Temperaturen über 1.000°C mit einer anschleißenden schnellen Wasserabkühlung, welche auch als Wasserabschreckung bezeichnet wird, erfolgen.
- Bei ferritischen Edelstählen ist wegen der höheren Diffusionsrate dieser Vorgang schon bei Temperaturen über 800°C möglich.
Allgemein kann diese Empfindlichkeit gegenüber der interkristallinen Korrosion durch eine Reduzierung des Kohlenstoffgehalts in der chemischen Zusammensetzung des Edelstahls herabgesetzt werden. Dieser Typ von Edelstählen wird mit einem L (Low Carbon) markiert.
Alternativ können aber auch reaktive Elemente (Titan, Niob) zugefügt werden, welche durch ihre große Affinität zum Kohlenstoff diesen an sich binden und so eine weitere Reaktion mit dem Chrom unterbinden. Einige Beispiele sind die Güten DMV 321; DMV 316Ti oder DMV 347.
